Botanik

Obertshausen liegt im Naturraum Untermainebene auf den Untereinheiten Rodauniederung und Heusenstammer Sand. Der Untergrund des Gebietes besteht aus kiesigen und sandigen Sedimenten ehemaliger Mainterrassen, die im Pleistozän durch Flugsande mehr oder minder stark bedeckt wurden.

Nacheiszeitliche Lehmsedimente von Main und Rodau mit Humusanteilen ließen im Bereich der Flussläufe Sumpf- und Moorflächen entstehen (nach M. Strickler 1993: Die Erforschung der Pflanzenwelt des ehemaligen Moorgebietes Hengster durch Martin Dürer von 1882 bis 1912).

Der Hengster war damals aufgrund seiner bemerkenswerten Flora weit über die Grenzen des Kreises Offenbach bekannt und wurde als „botanisches Schätzkästchen“ bezeichnet. Im Heimatmuseum in Obertshausen wurde von NAOM und NABU eine Dauerausstellung über den Hengster eingerichtet.

 

Mit den vorhandenen Bodenverhältnissen kommen Eiche, Buche, Birke und – hier vor allem forstwirtschaftlich gefördert – die Kiefer gut zurecht.

Im Bereich der Feuchtgebiete entstanden  zum Teil Birken- und Erlenbrüche, wie z.B. im Naturschutzgebiet „Hochbruch von Hausen“. Hier existiert ein bedeutendes Vorkommen vom Märzbecher.

Die in der Umgebung von Obertshausen vorkommenden Pflanzengesellschaften bevorzugen nährstoffarme saure Sandböden, die hier vorherrschen.

Silbergras, Filzkraut, Bauernsenf, Platterbsenwicke und einige Strauchflechtenarten z.B. besiedeln offene trockene Standorte.

Knabenkräuter, Natternzunge, Sumpfblutauge und Hartman-Segge sind Kostbarkeiten der Feuchtwiesen.

Das Gefleckte Knabenkraut zählt zu den heimischen Orchideen.

Aktuelles und Berichte



31.12.2015:
Faszinierende Lebewesen
Schleimpilze



18.08.2014:
Platz für Bienen-Ragwurz und Grasnelke

01.08.2014:
Es gibt sie noch,
die Bienen-Ragwurz

10.07.2013:
Wollgras, Knabenkräuter und Sumpfblutaugen

29.07.2012:
Problematischer Neubürger:
das Indische Springkraut

21.05.2011: Orchideenzählung im
NSG Gräbenwäldchesfeld

4.4.2010: Der Blutmilchpilz ist ein heimischer Schleimpilz
16.6.2009: Bestandszählung des Gefleckten Knabenkrauts
8.4.2009: Standort des Bleichen Waldvögleins freigeräumt
Eine rotfrüchtige Becherflechte
Fast vergessen - der Speierling
Nebenfruchtform des Schwefelporlings

Botanische Kostbarkeiten in der Gemarkung Obertshausen:

 

Sumpfblutauge
Potentilla palustris
Familie Rosaceae

Breitblättrige Stendelwurz
Epipactis helleborine
Familie Orchidaceae

Kleines Knabenkraut
Orchis morio
Familie Orchidaceae

Bleiches Waldvöglein
Cephalanthera damasonium
Familie Orchidaceae

Großes Zweiblatt
Listera ovata
Familie Orchidaceae

Bienen-Ragwurz
Ophrys apifera
Familie Orchidaceae

Weiße Waldhyazinthe
Platanthera bifolia
Familie Orchidaceae

Breitblättriges und Geflecktes Knabenkraut
Dactylorhiza majalis und D. maculata
Familie Orchidaceae

Gewöhnliche Natternzunge
Ophioglossum vulgatum
Familie Ophioglossaceae

Märzbecher
Leucojum vernum
Familie Amaryllidaceae